Geschichte: Auf unserer Standard-Wanderung von Lally durch ein Moorgebiet nach Les Pléiades mit Halt im ausgezeichneten "La Cha" muss sich der Hobby-Geologe mit Alltäglichem begnügen. Was kann man einem Kalkstein schon abgewinnen? Doch jeder weiss, dass sich die Geheimnisse eines Steins in seinem Inneren befinden und nicht auf seiner verwitterten Kruste.
Geologie: Wir befinden uns in den Waadtländer Voralpen, im Unteren Penninikum. Unser Stein ist somit eine Meeresablagerung, die vermutlich dem Walliser Trog entsprungen ist. Sie besteht primär aus Kalziumkarbonat, wie der Test mit verdünnter Salzsäure beweist. Unter der Lupe entdecken wir zudem 8-eckige Quarzkristalle, also Siliziumdioxid, Bergkristalle im ganz kleinen Stil. Das Gestein ist mittelhart und mit der Stahlklinge gut ritzbar. Der Geologe Jürg Meyer und sein Steinführer bestätigen den Befund: Es ist ein Kalkstein, mikritisch, feinkörnig ‒ aber gar nicht mikrig.