Geschichte: Sedimentologe Adrian Gilli von der ETH Zürich entführt uns vor Kurzem an einer Exkursion auf spannende und unterhaltsame Weise in die Welt der Molasse, u.a. auch ins Auengebiet Thur-Necker bei Ganterschwil/SG. Hier lassen sich die Ablagerungsgeometrien eines mäandrierenden Flusses der Oberen Süsswassermolasse wunderbar studieren. Steine mit grossen und kleinen runden Einbuchtungen fallen dabei besonders auf.
Geologie: Diese auf Salzsäure stark reagierende, kalkhaltige Komponente einer Nagelfluh ist eigenartig gerippelt und weist grosse und kleine Einbuchtungen auf. Diese sind durch Verwitterung und Erosion entstanden. Runde Kiesel wurden durch ein Bindemittel aus Sand, Kalk oder Ton im Konglomerat zusammengeklebt. Dieses ist oft weicher als der Kiesel selbst und wird somit schneller ausgewaschen. Wenn Wasser bei Frost eindringt, brechen Stücke heraus, die einzelnen Kiesel lösen sich und runde Vertiefungen bleiben zurück.