Geschichte: An meinem Lieblingsstrand an der Flensburger Aussenförde in Schleswig-Holstein findet man viele schöne Steine. Meistens suche ich nach Donnerkeilen, versteinerten Seeigeln oder Bernsteinen. Zweimal habe ich sogar Ostseejade gefunden. Diese ist zwar keine echte Jade, sie wurde aber von den Wikingern als Schmuckstein verwendet und ist für mich daher auch kulturell sehr spannend.
Geologie: Ostseejade ist ein Faserkalk mit feinen, parallel gewachsenen Kalzitkristallen. Sie entstand als Folge von Vulkanismus, der vor etwa 50 Mio. Jahren im Eozän vulkanische Lockergesteine im Meer abgelagert hat. Aus dieser Asche wuchsen die Kalzitfasern in die umgebenden Tonschichten hinein. Durch den Einbau von Mineralien wie Mangan entstand die meist grünlich-gelbliche Färbung. Während der Eiszeiten wurden die Steine durch Gletscher in die Ostseeregion transportiert, wo sie heute vor allem in Dänemark und Norddeutschland gefunden werden können.