Geschichte: Beim Streifzug über die Grundmoränen der Saale 2-Eiszeit, nördlich von Bronkow / Niederlausitz, fiel am Wegrand ein dunkelgrauer Quarzit ins Auge – offenbar ein Ergebnis der laufenden Erdarbeiten zum Windpark. Auf seiner Oberfläche zeigten sich seltsam gewundene Abdrücke. Nach dem Entfernen des angefrorenen Bodens liessen sich die merkwürdigen Abdrücke über das gesamte Fundstück hinweg verfolgen.
Geologie: In der Niederlausitz stammen die meisten Festgesteine aus Skandinavien, dem Ostseeraum oder Böhmen und wurden über Jahrmillionen hierher transportiert. Zwischen Granit und Gneis treten seltene Wurzelquarzite auf. Diese sind fossile, stark verkieselte Sandsteine mit Spuren alter Pflanzenwurzeln. Sie entstanden, als Wurzeln in sandigen Böden wuchsen und später Kieselsäure den Sand verfestigte. Die Wurzeln selbst lösten sich meist auf, hinterliessen Hohlräume und Abdrücke.